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Tulpen und bunte Ostereier auf hellem Holzhintergrund mit SANALOGIC-Logo.

Frühjahrs-Update:
Aktuelles aus Recht, Praxis und Küche

Liebe Kundinnen und Kunden,

der Frühling lädt zum Frühjahrsputz ein – und das gilt auch im Lebensmittelrecht. Neue Regelungen im Schweizer Recht sowie ein Blick in den Bundeslebensmittelschlüssel sorgen für mehr Überblick und zusätzliche Klarheit. Gleichzeitig zeigt "Ostern ohne Ei", wie kreativ Alternativen sein können – vom pflanzlichen Ersatz bis zum veganen Spiegeleikuchen.

Wir wünschen Ihnen frohe Ostern und viel Freude beim Lesen!

Ihr Food Data Management-Team

Neue Regelungen im Schweizer Lebensmittelrecht

Grafik der Schweiz mit Gesetzbüchern, Waage und Richterhammer als Symbol für Lebensmittelrecht.

Seit Januar 2026 gelten aktualisierte Anforderungen im Schweizer Lebensmittelrecht. Ziel ist es, den Gesundheits- und Täuschungsschutz weiter zu stärken und die Vorschriften stärker an das EU-Recht anzugleichen. Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

Kontaminanten
Neue Höchstwerte gelten unter anderem für Melamin in Säuglings- und Kleinkindnahrung sowie für Methanol in bestimmten Fruchtbränden.

Rückstände von Pflanzenschutzmitteln
Rund 300 Grenzwerte für Pestizidrückstände wurden gesenkt, um den Gesundheitsschutz zu verbessern und Handelshemmnisse mit der EU zu vermeiden.

Gentechnisch veränderte Organismen
Die Verordnung des EDI über gentechnisch veränderte Lebensmittel (VGVL) wird um zwei Maissorten ergänzt, die in der EU zugelassen sind. Diese Pflanzen sind in der Schweiz nicht bewilligt, werden aber in Lebensmitteln toleriert, wenn sie weniger als 0,5 % der Zutat ausmachen, für die sie verwendet werden.

Probennahme und Analytik
Die Vorschriften zur amtlichen Probennahme und Analyse von Mykotoxinen und Pflanzentoxinen wurden an EU-Standards angepasst.

Kennzeichnung von Speisepilzen
Die bisherige Kennzeichnungspflicht zur Kochzeit bei Shiitake-Pilzen entfällt, um Handelshemmnisse zu vermeiden.

Lebensmittel für besondere Ernährungsbedürfnisse
Das Mononatriumsalz der L-5-Methyltetrahydrofolsäure wurde als sichere Folatquelle eingestuft und darf nun unter anderem in Säuglingsnahrung, Lebensmitteln für besondere medizinische Zwecke und Produkten zur Gewichtsreduktion eingesetzt werden.

Rückstände pharmakologisch wirksamer Stoffe
Grenzwerte für Rückstände in Lebensmitteln tierischer Herkunft wurden an aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse angepasst. Dazu zählen neue Höchstwerte und Anpassungen bestehender Grenzwerte.

Bisphenole in Lebensmittelkontaktmaterialien
Diese Stoffe dürfen nur noch eingesetzt werden, wenn ihre Sicherheit für bestimmte essenzielle Anwendungen nachgewiesen ist.

Quellenangabe:
https://www.fedlex.admin.ch 817.022.15, 817.021.23, 817.022.51, 817.042, 817.022.17, 817.022.104, 817.022.13, 817.023.21 zuletzt abgerufen am 18.12.2025

Der Bundeslebensmittelschlüssel: Grundlage für Nährwertdaten

Der Bundeslebensmittelschlüssel (BLS) ist die nationale Nährstoffdatenbank Deutschlands. Er dient als wichtige Grundlage für:

  • Nährwertberechnungen
  • Kennzeichnung nach LMIV
  • ernährungswissenschaftliche Studien
  • Rezept- und Menüberechnungen

Die Daten basieren auf Laboranalysen, wissenschaftlicher Literatur und standardisierten Berechnungen. Auch Zubereitungsverluste werden berücksichtigt. Er entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Max-Rubner-Institut, sowie weiteren Forschungseinrichtungen und Akteuren der Lebensmittelwirtschaft und ist international im europäischen Forschungs- und Kooperationsnetzwerk "EuroFIR-Netzwerk" eingebunden.

Bedeutung der Buchstaben im BLS-Code

Bedeutung der Buchstaben im BLS-Code, tabellarische Auflistung

Nährstoffdatenbanken in Österreich und der Schweiz

In Österreich existiert keine vollständig eigenständige nationale Nährstoffdatenbank wie der Bundeslebensmittelschlüssel (BLS). In der Praxis wird der BLS häufig als Grundlage genutzt und durch die Österreichische Nährwerttabelle (ÖNWT) ergänzt. In der Schweiz steht mit der Schweizer Nährwertdatenbank eine eigene, staatlich betriebene Referenzdatenbank zur Verfügung, die umfassende Nährwertangaben zu Lebensmitteln bereitstellt.

Nutzung im ZAP

Im ZAP werden Nährwerte aus nationalen Nährstoffdatenbanken verwendet, wenn uns von Lieferanten keine eigenen Angaben vorliegen. Das kann verschiedene Gründe haben. Beispielsweise sind bestimmte Monoartikel von der verpflichtenden Nährwertdeklaration ausgenommen, und auch kleinere Lieferanten wie Metzgereien oder Bäckereien stellen nicht immer vollständige Nährwertangaben bereit.

In diesen Fällen greifen wir auf die hinterlegten Referenzwerte der jeweiligen Nährwertdatenbank zurück, sodass eine vollständige und nachvollziehbare Nährwertberechnung weiterhin möglich ist.


Quellenangaben:
https://www.mri.bund.de/de/institute/ernaehrungsverhalten/forschungsbereiche/bundeslebensmittelschluessel-bls/ zuletzt abgerufen am 18.12.2025
https://blsdb.de/search?catId=top&type=category&token=95RT-WM3X-GVVK-OXK8-9J9X-GPGE-R2KK-7X7E zuletzt abgerufen am 18.12.2025
https://www.oenwt.at/ zuletzt abgerufen am 18.12.2025

Ostern ohne Ei – kreative Alternativen

Ei mit Gesicht in einem Eierkarton

Eier erfüllen in der Küche viele Funktionen: Sie binden Teige, sorgen für Lockerheit, geben Struktur und verleihen Gebäck seine typische Farbe. Dennoch gibt es Situationen, in denen Alternativen benötigt werden – etwa bei Allergien, veganer Ernährung oder eingeschränkter Verfügbarkeit.

Viele pflanzliche Zutaten können diese Funktionen übernehmen. In Kuchen eignen sich Banane oder Apfelmus als Ersatz. Bei herzhaften Gerichten wie Bratlingen oder Knödel sorgen Kürbispüree, Tomatenmark, Seidentofu oder Haferflocken für Bindung. Auch Stärke sowie Soja- oder Kichererbsenmehl, mit Wasser angerührt, können verwendet werden. Chia- und Leinsamen entwickeln nach dem Quellen eine ähnlich bindende Wirkung.

Für lockere Teige kann eine Kombination aus Natron und Essig eingesetzt werden. Aquafaba, das Einweich- oder Kochwasser von Kichererbsen, eignet sich sogar als Ersatz für Eischnee. Für die typische gelbliche Farbe im Gebäck sorgen Kurkuma oder Safran, während Kala Namak ein eiähnliches Aroma verleiht.

💡 Wussten Sie?
Das Aroma von Kala Namak – ein vulkanisches Steinsalzmineral – entsteht durch schwefelhaltige Verbindungen, die beim Erhitzen teilweise verloren gehen können.

Quellenangabe:
https://www.smarticular.net/ei-ersatz-fuer-kochen-und-backen-selber-machen/ zuletzt abgerufen am 21.01.2026

Rezeptidee: Veganer Spiegeleikuchen 🌱

Blechkuchen mit Aprikosenhälften und Creme, angerichtet auf Teller mit Tulpen und Pistazien.
Ergibt ca. 12 Stücke

Zutaten
Für den Teig:
400 g Weizenmehl, Type 405

200 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Päckchen Backpulver
Prise Salz
200 ml Pflanzendrink
200 ml des aufgefangenen Aprikosensafts
120 ml Rapsöl
1 TL Apfelessig
1 TL Abrieb einer Zitrone
Für die Creme:
1 Päckchen Vanillepuddingpulver

400 ml Pflanzendrink
60 g Zucker
300 g veganer Frischkäse
480 g Aprikosenhälften (abgetropft)
10 g gehackte Pistazien




Zubereitung:
Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen.

Mehl, Zucker, Vanillezucker, Backpulver und Salz mischen. Pflanzendrink, Aprikosensaft, Öl und Zitronenschale zugeben und zu einem glatten Teig verrühren. Apfelessig unterrühren.

Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und etwa 25 Minuten goldbraun backen. Anschließend vollständig abkühlen lassen.

Pudding nach Packungsanleitung mit Pflanzendrink und Zucker zubereiten und abkühlen lassen. Mit veganem Frischkäse glatt verrühren und auf dem Kuchen gleichmäßig verteilen.

Aprikosenhälften darauf legen und den Kuchen mindestens eine Stunde kühlen.
Vor dem Servieren mit Pistazien garnieren.

Viel Freude beim Ausprobieren und frohe Ostern! 🐰

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